13.11.07

Perú 8 Mil - Charla de hielo

Link: http://www.peruboarding.com/Snowboarding/Peru_8mil/peru_8mil.html

Im Zuge mit unseren Vorbesprechungen fuer unsere Kletter- und Trekkingausfluege der AAUL (Asociación Andinismo Universidad de Lima) hatten wir auch einen besonderen Gast, der vor 20 Jahren mit dem selben "Curso Basico" der ULima begonnen hat zu klettern.

Ernesto "Pichón" Malaga erzaehlte in dem Charla de hielo (Besprechung fuers Klettern im Eis) von seinen Erlebnissen in el Shisha Pangma (8013m Himalayas), was man beim Klettern in solchen extremen Hoehen beruecksichtigen muss und welche Art von Ausruestung benutzt wird.
Zusammen mit 5 weiteren Muchachos gruendete er die Gruppe Perú 8 Mil. Das Ziel war den Shisha Pangma einer der 14 hoechsten Berge der Welt zu bezwingen.
Egal zu welchem Preis, auch wenn es auf den ersten Blick nicht sieht. Mir ist es auch auf dem zweiten Blick nicht aufgefallen, obwohl ich ihn direkt vor meinen Augen hatte.

Vielleicht faellt euch ja auf was Pichón fehlt, auch wenn es wirklich schwer zu erkennen ist auf dem Foto..

...

Fuer den Gipfelsturm sollte man sich mindestens 30 Tage Zeit nehmen. Die Akklimation an die Hoehe ist bei diesen Giganten nicht einfach nur eine Frage des besseren Befindens oder so, es ist schlicht weg einfach ueberlebenswichtig. Abgesehen von den 30 Tagen sollte man sich aber noch auf einige Monate Vorbereitung einstellen. In der Vorbereitungsphase werden im Wochentakt immer wieder kleinere Gipfel bestiegen, damit der Koerper sich an die Anstrengung in der Hoehe gewoehnt und anfaengt mehr rote Blutkoerperchen zu produzieren, die nachher ueberlebenswichtig werden in den sauerstoffarmen Regionen. Der Nachteil ist, je mehr rote Blutkoerperchen du im Koerper hast, desto dickfluessiger wird dein Blut. Folge davon ist, dass dein Puls sich senkt bzw. dein Herz staerker arbeiten muss. Die richtige Mischung ist gefragt. Der Aufstieg ist letztendlich auch nicht so, wie man es sich vielleicht vorstellt. Vielmehr ist ein staendiges Auf und Ab. Man steigt einige hundert Meter, bereitet den Weg vor, sichert alles und zum Erholen steigt man wieder hinab. Das Zickzack ist auf der Tafel im Hintergrund angedeutet.

Um auf das Bild zurueck zu kommen. Pichón fehlen insgesamt 5 Finger oder zumindest die ersten 1-2 Glieder. Bei einer Temperatur von -40 Grad und einer Windgeschwindigkeit von 120 km/h befand sich die Gruppe in einer lebensgefaehrlichen Situation. Der Abstieg ins naechste Basislager musste moeglichst rasch erfolgen und das bei einer eingeschraenkten Sicht, da die Spezialbrillen durch eine Eisschicht bedeckt waren. Da eine Sicherung auf der normalen Art nicht moeglich war in dem extremen Gebiet und es um Leben und Tod ging. Zum Abseilen war es daher notwendig Fauestlinge zu benutzen, die die Finger freiliessen. Der Abstieg zog sich zwei Stunden hin, was fuer Pichón zur Folge hatte, dass er Erfrierungen 3. Grades erlitt an seinen Fingern.
Auf die Frage, ob er es noch mal machen wuerde, wenn er die Moeglichkeit haette es Rueckgaengig zu machen, antwortete mit einem entschiedenem Ja. Die Fotos die gezeigt wurden, waren einfach nur beeindruckend und absolut unbeschreiblich, aber mir waere die Erfahrung zu teuer gewesen. Was denkt ihr?

Die Informationen sind natuerlich ohne Gewaehr, da ich keine Garantie auf mein Spanisch gebe. ;D Zum selber lesen einfach dem Link vom Titel folgen.

Von Fueguito in viajando en Perú13.11.07 German (DE) E-Mail
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9 Kommentare

Kommentar von: claudia [Mitglied] E-Mail
sehr beeindruckend! hoffe alerdings nicht, dass du das nachmachen willst.....
13.11.07 @ 18:10
Kommentar von: Fueguito [Mitglied] E-Mail
ja mama .. jetzt die frage, haettest du 5 finger eingetauscht oder nicht?

da ich aus dir schon eher die angst sprechen hoere, tippe ich mal auf ein "nein". ;D
13.11.07 @ 19:43
Kommentar von: claudia [Mitglied] E-Mail
er wusste es ja vorher auch nicht.... und ich wäre nie in der lage sowas mitzumachen.
13.11.07 @ 20:06
Kommentar von: Daniel [Mitglied] E-Mail
..aber er würde es nochmal machen - wobei ich "ob er es noch mal machen wuerde, wenn er die Moeglichkeit haette es Rueckgaengig zu machen" in dem Zusammenhang auch nicht ganz verstehe.
Dass er die Tortour noch einmal mit macht, um seine Finger zurück zu bekommen?

Auf was hat er euch denn eingewiesen, oder war das nur "ein Vortrag am Rande"?
13.11.07 @ 22:33
Kommentar von: Paul [Besucher] E-Mail
Pauler schreibt aber in seinem bericht auch, dass es sich um gefahren handelt, die jedem bergsteiger bekannt sind. und jeder der solch eine expedition wagt, weiss worauf er sich einlaesst. der gefaehrlichste berg der welt (namen hab ich verlegt) hat eine quote von 40%. 40% von den leuten, die es bis zur spitze schaffen, schaffen es aus erschoepfung, kaelte oder anderen gruenden nicht wieder herunter. die risiken sind eben bekannt und man kann nicht auf alles vorbereitet sein.

14.11.07 @ 05:47
Kommentar von: Paul [Besucher] E-Mail
Paulseine finger kann er wohl nicht wieder bekommen. ;D ist nen bisschen wirr geschrieben, aber die frage war, mehr oder weniger, ob er es bereut hat, weil er 5 finger verloren hat. aber die erfahrung ist ihm so wertvoll, dass er sich wieder dafuer entscheiden wuerde, falls er nochmal an den punkt vor der expedition zurueckkehren koennte.

Wie im einleitenden Satz geschrieben, war es mehr oder weniger ein Charla am Rande, aber im Zuge unseren Vorbereitungen fuers Trekking. Aber nicht in alta montana, wie der himalaya, sondern nur auf 3500m in der naehe vom rio blanco.
14.11.07 @ 06:07
Kommentar von: claudia [Mitglied] E-Mail
lieber paul, auch da sei vorsichtig. deine mama;)
14.11.07 @ 09:49
Kommentar von: dani [Besucher] E-Mail
daniBueno, no he entendido lo que has puesto, pero bueno, quede en comentar algo. ¡Saludos de Perú y España, amigo mio! ;)
18.11.07 @ 01:26
Kommentar von: Fueguito [Mitglied] E-Mail
He contado la historia de los dedos congelados de Pichón. Y un poco de escalar en la alta montaña.

Gracias por tu comentario me he alegrado mucho!
19.11.07 @ 02:14

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